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Kuhmilch vs. Milchalternativen ‚Äď Wer schl√§gt sich besser in Sachen Klima?

author
Natalie
Head of Communication

Oma verstehts nicht, wenn man auf herk√∂mmliche Milch verzichtet. Jede Woche taucht ein neues Gew√§chs auf, das dem Molkereiprodukt den Kampf ansagt und schon gibt‚Äės im Supermarkt pflanzliche Milch wie Sand am Meer. Beim Thema Milchalternativen verliert man leicht den √úberblick, besonders wenn es um die Klimabilanz geht.

Wir haben die wichtigsten Details rund um Milch und Umweltschutz gesammelt und kl√§ren deine tr√ľbe Sicht durchs Milchglas! Gleich vorab auf einem Blick die CO2 Bilanzen der Getr√§nke.

Kuhmilch

Einige Studien berichten, dass die Produktion von einem Liter Kuhmilch in etwa so klimasch√§dlich ist wie die Verbrennung von einem Liter Benzin. Diese schlechte Klimabilanz ist der Verdauung der K√ľhe zuzuschreiben, welche das Treibhausgas Methan freisetzt. Dennoch ist bei herk√∂mmlicher Milch zu unterscheiden, durch welche Umst√§nde das Produkt schlussendlich im K√ľhlregal landet. So ist nur Milch aus Erzeugnissen der Massentierhaltung mit der Klimafreundlichkeit von Benzin zu vergleichen. Eine Kuh, die auf der Wiese weiden darf und deren Mist zur D√ľngung verwendet wird ist nicht nur gl√ľcklicher, sondern schadet dem Klima weitaus weniger.

Können Milchalternativen in Sachen Klimafreundlichkeit sogar noch einen draufsetzen?

US-amerikanische Marktforschungsinstitute prognostizieren, dass pflanzliche Milchprodukte bis 2025 weiter stark wachsen und einen Marktwert von 36,7 Milliarden US-Dollar weltweit erreichen werden. Das ist nicht nur ein Resultat von großer Nachfrage durch Veganismus und Laktoseintoleranz, sondern auch durch verstärktes Umweltbewusstsein der Konsument:innen. Doch welche Milchalternative entpuppt sich als Klima-Sieger?

Sojamilch

Das Getr√§nk aus Sojabohnen ist die beliebteste Milchalternative in Amerika und Europa. Doch wie Kuhmilch zeigt auch die Soja-Alternative Sonnen- und Schattenseiten. So offenbart sich der industrielle Anbau der Sojabohne durchaus problematisch, denn ein Gro√üteil der Soja-Nachfrage wird durch Felder auf abgeholzten Fl√§chen im Amazonas-Regenwald abgedeckt. Dennoch ist hier zu beachten, dass 97% des Schrotts als Futter f√ľr Nutztiere verwendet wird. Vergleicht man die Ergebnisse einer University of Oxford Studie zeigt sich, dass die Produktion von Sojamilch deutlich weniger Ressourcen beansprucht als Kuhmilch und knapp ‚Öď der CO2 Emissionen beansprucht. Auch bei Sojamilch l√§sst sich zusammenfassen, dass √∂kologischer und regionaler Anbau die umweltbewussteste L√∂sung bieten.

Mandelmilch

W√§hrend diese pflanzliche Milchalternative in Sachen Beliebtheit gl√§nzen kann, l√§sst die Klimafreundlichkeit leider zu w√ľnschen √ľbrig. Ein Gro√üteil der importierten Mandeln stammt aus Kalifornien. Riesige Monokulturen sch√§digen nicht nur Flora und Fauna, sondern verschlucken auch Unmengen an Wasser. Forscher:innen der Universit√§t von Kalifornien verglichen die Produktion von einem Liter Mandel- und Kuhmilch. W√§hrend die Herstellung der pflanzlichen Alternative mit 0,7 kg CO2 pro Liter relativ geringe Emissionen aufweist, wird im Vergleich zu Kuhmilch 17 mal mehr Wasser ben√∂tigt. Die √Ėkobilanz von Mandelmilch f√§llt daher eher negativ aus.

Reismilch

Die pflanzliche Milchalternative aus Reis schmeckt zwar s√ľ√ülich, hat aber einen bitteren Beigeschmack: Reismilch entpuppt sich leider als nicht besonders nachhaltige Alternative f√ľr herk√∂mmliche Kuhmilch. Nicht nur lange Transportwege und CO2-intensive Herstellungsarten schaden der Umwelt. Durch den Nassreisanbau wird nicht nur viel Wasser verbraucht, sondern auch Methan freigesetzt, das dem Klimawandel zus√§tzlich in die Karten spielt.

Hafermilch

Die Milchalternative aus dem Gew√§chs Hafer hebt sich durch ihre Regionalit√§t klar ab. Die meisten Hersteller k√∂nnen das Getreide heimisch beziehen. K√ľrzere Transportwege und verh√§ltnism√§√üig neutraler CO2 Anbau erm√∂glichen eine klimafreundliche Herstellung des Getr√§nks. Haferdrinks ben√∂tigen zus√§tzlich deutlich weniger Wasser und Anbaufl√§che als Kuhmilch. Die Produktion von Hafermilch st√∂√üt im Vergleich zu Mandelmilch etwas mehr kg CO2 aus, betrachtet man aber alle Optionen wei√üt Hafermilch eine gute √Ėkobilanz auf.

Wer gewinnt den Titel ‚Äúklimafreundlichste Milchalternative‚ÄĚ?

Wir von TeamClimate berechnen, reduzieren und kompensieren CO2 Emissionen. Wir verfolgen das Ziel der Klimaneutralität und sagen der Klimakrise täglich den Kampf an. Da ist es naheliegend, das der Gewinner der Milchalternativen in Sachen Umweltfreundlichkeit punkten muss: geringer CO2 Ausstoß, minimaler Wasserverbrauch und kleine Flächennutzung.

Unser Fazit: Hafermilch ist einfach leiwand* und deshalb TeamClimate approved!

Willst du auch einfach leiwand sein? Berechne deine CO2 Emissionen und werde mit uns zum klimaneutralen Menschen!

Quellen: marketsandmarkets (2020): Dairy alternatives market GEO (2019): Sind Milchalternativen besser f√ľr die Umwelt? science ORF.at (2019): So nachhaltig sind Milchalternativen Poore, J., & Nemecek, T. (2018): Reducing food‚Äôs environmental impacts through producers and consumers Albert Schweitzer Stiftung (2018): Zur √Ėkobilanz von Pflanzenmilch Tabitha, W. (2019): What Milk Should You Buy To Reduce Your Environmental Impact? Oaty (2017): sustainability report Haake, D. (2019): Which milk has the smallest impact on the planet?
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